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Saisonstart 2017

Die Saison 2017 ist tatsächlich schon fast zwei Wochen alt und wir kommen endlich zu einem kurzen Zwischenfazit.

Netzaufbau und Saisonvorbereitungen haben wie immer gut geklappt. Der erste Fangtag, eigentlich immer mehr oder weniger der “beste” Tag der Saison, war der Tag des Wahnsinns-Unwetter. Nicht so schlimm wie in Berlin (immerhin), aber auch stundenlanger Starkregen. Um 12 Uhr mussten wir die Netze schließen und haben sie auch erst wieder im Dunkeln aufgemacht. Das hatte leider keinen Sinn.

Danach konnte die Saison aber ganz normal und fröhlich gestartet werden. Die Fangzahlen sind für Juli in Ordnung (30-50 Vögel am Tag). Hier die aktuellen Top-5 (Erst- und Kontrollfänge, Stand 9.7.):

5. Rohrammer: 25
4. Schilfrohrsänger: 30
3. Zilpzalp: 44
1. Teichrohrsänger: 56
1. Mönchsgrasmücke: 56

Besonders toll sind drei junge Beutelmeisen! Ein Teichrohrsänger, der 2008 (!) erstberingt wurde und natürlich die üblichen Verdächtigen: Blaukehlchen, Nachtigall, Wasserralle, Neuntöter, Eichelhäher…
Birgit, Mareile, Peter, Tobi und Kalle - Die Besetzung der ersten Woche!

Birgit, Mareile, Peter, Tobi und Kalle – Die Besetzung der ersten Woche!

Entzückend und "Aua" :)

Entzückend 🙂

"Autsch"

“Autsch”

Nicht mal in der Reit konnte man dem G20-Ausnahmezustand entfliehen!

Nicht mal in der Reit konnte man dem G20-Ausnahmezustand entfliehen! (Man erkennt es schlecht, aber auch hier kreisten Hubschrauber unterschiedlichster Art!)

 

 

Die Saison 2016 ist eröffnet!

Nach einem arbeitsreichen Frühjahr kam der 30. Juni dieses Jahr mal wieder völlig überraschend und urplötzlilch aus dem Nichts, aber inzwischen ist es offiziell: Die Fangsaison 2016 hat begonnen!

WIe bereits geschildert, wurden umfangreiche Umbauten an der Station getätigt, der Beobachtungsturm und der Steg auf den Kanal wurden neu gebaut und große Anteile der Schilfflächen im Gebiet gemäht (siehe voriger Eintrag im Blog).

Die Freude über diese beiden Neuzugänge ist zwar riesig (vor allem die neue Turmtreppe gefällt ausnehmend gut), aber am 30. Juni wurden wir um zwanzig nach fünf relativ hart auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt: In der ersten Kontrolle des Jahres: sieben Vögel. Nach etwas erstaunten und ungläubigen Blickwechseln hofften wir, wenigstens in der nächsten Kontrolle den gewohnten Start-Ansturm verzeichnen zu können, doch mit sechzehn Vögeln (davon eine mittelgroße Meisenfamilie) wurden unsere Vorstellungen doch deutlich verfehlt.

Die etwas traurige Ausbeute des ersten Fangtags 2016 lautet demnach: 82 Erst- und Kontrollfänge. Von den hoffnungsvollen Wunschzahlen am Vortag, die teils weit über die 100 hinaus gingen, mussten wir uns schon gegen Mittag verabschieden. Leider kann man auch das Wetter nicht für die maue Ausbeute verantwortlich machen: Mit rund 20Grad, bedecktem Himmel und leichtem bis mäßig starkem Wind konnten wir uns durchaus nicht beklagen.

Aber immerhin wurden wir mit einigen schönen Arten belohnt: Direkt am Fangsteg scheint ein Neuntöter-Pärchen zu brüten, sowohl das Männchen als auch das Weibchen gingen uns bereits in den ersten drei Kontrollen des Jahres ins Netz.

Neuntöter

Außerdem freuten wir uns über Blaukehlchen und Goldammer.

Goldammer

 

Blaukehlchen

Leider verzeichnen wir wieder einmal eine verschwindend geringe Anzahl Rohrsänger (bis jetzt haben wir mehr Schilfrohrsänger gefangen, als Sumpf- und Teichrohrsänger zusammen). Bis jetzt sind Blaumeisen und Mönchsgrasmücken die führenden Arten, aber das Spektrum kann sich bis jetzt durchaus sehen lassen:

Amsel, Singdrossel, Buntspecht, Kohl-, Weiden- und Schwanzmeise, Heckenbraunelle, Zaunkönig, Buchfink, Grünfink, Nachtigall, Gartenrotschwanz, Klappergrasmücke, Zilpzalp, Fitis, Gartenbaumläufer, Rotkehlchen, Eisvogel, …