Das Beste kommt zum Schluss

Für Ende Oktober haben wir noch super Fangzahlen. Bislang 75 Erstberingungen und 25 Wiederfänge. Spitzenreiter waren die Rotdrosseln mit 17 Erstberingungen, Rohrammern mit 16 Erstberingungen und Rotkehlchen mit 14 Erstberingungen.

Insgesamt sogar 19 Arten und das zum Ende der Fangsaison!!!

Absolutes Highligt der Woche: eine junge Kornweihe 🙂 Die wir aber nach dem Fotoshooting unberingt wieder fliegen lassen mussten, da keine passenden Ringe vorhanden waren.

Nicht erfüllter Wunsch sind die kleinen, süßen Goldhähnchen… Wir hoffen auf die letzten Kontrollen 😉

Wolfgang und Lara

Reit 08.10. bis 13.10.2017

In der vergangenen Woche haben wir (Marike, Detlef und ich) bei wechselhaftem, zum Teil windigem aber überwiegend trockenem Wetter von Sonntag morgen bis jetzt 139 Vögel mit einem Ring versehen, Highlights waren dabei 1 Zwergschnepfe, 2 Eisvögel, 10 Bartmeisen (in 5 Paaren) und 2 Birkenzeisige, außerdem 2 Norweger (Zilpzalp und Rohrammer). Bei starkem Drosselzug konnten wir außerdem 18 Singdrosseln und 9 Rotdrosseln beringen. Neben den Erstberingungen gab es besonders bei den Blau- und Schwanzmeisen eine erhebliche Anzahl an Wiederfängen.

Auch außerhalb der Beringung gab es etliches zu beobachten: an einigen Tagen starke Zugbewegungen, inbesondere Finken (Buch- und Bergfinken, Erlen- und Birkenzeisige, Stieglitze), Drosseln (s.o.), Wiesenpieper, Bachstelzen und einige späte Schwalben, darüber hinaus Kibitze und Ringeltauben. Sehr schön war am Sonntag der Kranichzug (geschätzt mindestens 500). An Greifvögeln konnten beobachtet werden: Rohrweihe, Kornweihe, Mäusebussard, Habicht und Sperber. Ach ja und auch noch eine verspätete (Küsten?) seeschwalbe.

Wolfgang

PS Heute Nachmittag war es auch noch richtig toll. Wir hatten einen  Gartenbaumläufer und dann sogar noch einen Sperber (Weibchen)!!

 

 

Hamburgs erste Zwergammer

Nachdem es erst aussah, als ob sich die Woche vom 23.9. bis zum 30.9. ornithologisch eher ruhig gestalten würde, hat die örtliche “Seltenheitskommision” wieder zugeschlagen. So ging am 29.09. Hamburgs erste belegte Zwergammer ins Netz.

Das zuständige ornithologische Fachpersonal konnte sich nach diesem positiven Schock erst nach einem kleinen Belohnungsschnaps beruhigen und mit dem Stationsalltag fortfahren.

Auch der kurze Besuch eines Schwarzkehlchens und der obligatorische Eisvogel erheiterte die Gemüter und sorgte für etwas Farbe im tristen graubraunen Rohrammer / Heckenbraunellen-Alltag

Relativ spät dran war dieser Feldschwirl dessen Zwischenstop in der wunderschönen Reit zwar nachvollziehbar war, er auf seinem Weg nach Süden jedoch hoffentlich bereits weit südlich der Alpen verweilt.

Wie immer war es, auch ohne Frühstücksservice, eine gute Zeit. Auf bald.

Flo

Zwergschnepfe, Birkenzeisig und ein gewaltiger Sturm (30.9.-7.10.2017)

Schöne Überraschung in der Frühkontrolle – eine Zwergschnepfe (Foto P.Reufsteck)

 

Sonstige besonderen Fänge der Woche:

Junges Birkenzeisigmännchen (Foto P.Reufsteck)

 

Eisvogelweibchen, erkennbar an der roten Unterschnabelbasis (Foto P.Reufsteck)

 

Schwanzmeise (Foto P.Reufsteck)

 

Feldsperling (Foto P.Reufsteck)

 

Auch außerhalb der Netze gab es in den Regenpausen Schönes zu Beobachten:

Eichelhäher mit Eichel (Foto P. Reufsteck)

 

Junger Habicht im Überflug (Foto P.Reufsteck)

 

Startende Graugänse auf dem Reitteich (Foto P.Reufsteck)

 

Rohrdommel geht in Tarnstellung, als Nutria vorbeischwimmt (Foto P. Reufsteck)

 

Am 5. Oktober bereitet uns Sturmtief Xavier Sorgen. Fast erwischt uns ein umfallender Baum, als wir nach plötzlichen starken Böen die Netze schließen wollen:

(Foto P.Reufsteck)

 

3 Tollpatsche in der Reit

Kein Tag verging, ohne dass etwas auf den Boden fiel oder einer von uns neben die Stege trat. Ob Kaffee beim täglichen Frühstück mit Volker verschüttet oder Käse beim Abendessen auf den Boden geschmissen wurde, zu jeder Tageszeit entstanden lustige Situationen, die unseren Ruf als tollpatschigste Stationsbesetzung festigten. Denn unglücklicherweise waren wir so gut wie nie ohne Zeugen. Natürlich haben wir uns sehr über den zahlreichen Besuch gefreut, der uns die Woche hindurch begleitete. Der gesellschaftliche Höhepunkt fand Freitagabend mit dem alljährlichen Kässpätzle-Gelage statt, zu dem rund 15 Personen die Reit stürmten.

4,5kg Röstzwiebeln in the making

Neben den sehr netten menschlichen Gästen hatten wir auch wunderschönen ornithologischen Besuch. Am Montagabend zogen über 80 Wespenbussarde teilweise nur wenige Meter über unsere Köpfe und sorgten bei uns auf dem Turm für einen Gänsehautmoment.

Ins Netz gingen uns diese Woche natürlich auch einige erwähnenswerte Highlights: 3 Blaukehlchen, 2 Eisvögel gleichzeitig in einer Kontrolle, 1 Goldammer, 1 Kleinspecht, 1 Schafstelze, 2 Trauerschnäpper und 1 Wasserralle.

Doppeltes Eisvögelchen

Rätselvogel … 😉

Kleinspecht

Liebenswerter Trauerschnäpper

Empörter Buntspecht, kurz vor dem Angriff.

Wir hatten eine schöne Zeit in einem tollen Team!

Annika & Carola & Fee

 

P.S.: Unsere liebste Nachspeise: Apple Crumble

Zutaten:
180g Butter
180g brauner Zucker (alternativ weißer Zucker)
300g Mehl
Zimt
so viele Äpfel wie man gerne hätte
Mandelblättchen

Zubereitung:
Äpfel pflücken, waschen, entkernen und in kleine Stücke schneiden. Die restlichen Zutaten vermengen und daraus Streusel formen. Die Apfelstücke in eine backfeste Form geben und darüber die Streusel und danach die Mandelblättchen streuen. Nach einer knappen halben Stunde im Ofen bei ca. 180°C Umluft könnt ihr euren Nachtisch (am besten warm) mit Sahne verzehren.

Guten Appetit und viel Spaß beim Ausprobieren! 🙂

Tierisches Potpourri

Ein Blick abseits des Vogelnetzes

Ob Wind, Regen oder Sonnenschein ein Besuch der Reit lohnt sich immer. So gab es die letzten Tage einiges zu entdecken und zu bestaunen. Die Vielfalt an tierischen “Mitbewohnern” des NSG´s ist dabei immer wieder aufregend und zugleich sehr ansehnlich. Auch scheint mach ein Einheimischer wie von einem anderen Stern.

Zu viert haben wir eine klasse Woche mit unvergesslichen Eindrücken auf der Station erleben dürfen. Elke und Dirk, als Reit-Neulinge sind nun auch vom “Virus” befallen. Danny und Henni fühlten sich mal wieder ganz wie zu Hause. Uns allen drückt das Herz zum Abschied!

Wasserralle

Morgenstimmung

Kreuzspinne

Mama-Jagdspinne, Wohnhaft am Reitteich

Nachts auf der Terrasse

Kammmolch

Gartengrasmücke

Wer zappelt denn da?

Blaukehlchen-Duo

Admiral

Abendpfauenauge

Moschusbock

Wer frisst wen?

Mittlerer Weinschwärmer…

bzw. Mars-Attack!

Mäusebussard – Born to be wild!

Buntspecht

Wir

Feierabend

Werden wir jetzt berühmt?!

Eine schöne und spannende Woche auf der Reit liegt hinter uns. Für Iris, die zum ersten Mal auf der Station, aber schon ein alter Hase unter den Beringern ist, war es die zweite Woche in Folge. Marie war zum dritten Mal dabei und Corinna stieg ganz neu ein. Frei nach dem Motto „Klasse statt Masse“ ging es zwar gemütlich zu, aber immer wieder konnten neue Arten der Wochen-Artenliste hinzugefügt werden. Am Ende waren wir mit 29 Arten sehr zufrieden, oder laut Iris „Die beiden kann man ruhig mal schicken, die bringen immer was Spannendes mit!“. Zu den größten Highlights zählen gleich zwei junge Kuckucke, zwei Eisvögel, zwei Buntspechte, zwei Trauerschnäpper und zwei Blaukehlchen, eine Sumpfmeise, eine Goldammer und – kurz vor Abfahrt – noch ein Neuntöter.

Kuckuck

Sumpfmeise

Blaukehlchen

Neuntöter

Am Mittwoch besuchte uns zudem noch Mathias Ahlmer von TIDE TV. Für einen kurzen Beitrag im Format „Hamburg immer anders“ über die Forschungsstation verbrachte er 6 Stunden mit uns. Wir sind gespannt wie das Ergebnis aussehen wird!

Iris und Mathias von TIDE TV beim Interview

Vielen Dank an das Reit-Team für die netten Besuche und die schöne Woche!

Iris, Marie & Corinna

Die Fanganlage in den ersten morgendlichen Sonnenstrahlen

 

Wir sind ja unter uns!

War das meine Tasse? Brauchen wir Teller? Zähneputzen vor der 5-Uhr-Kontrolle? Mal wieder duschen??? Ach Quatsch: Wir sind ja unter uns! Unser Motto 2017 – sehr chillig…

Eine recht sonnige Woche mit vielen entspannten Stunden auf dem Turm, dem ein oder anderen Kaltgetränk “plopp” (dazu unser Motto “Bier ab 4″…), Autan in rauhen Mengen, Nacktschneckenangriffen, Grillen im Ameisenschwarm, todesmutige Fahrt im Gewittersturm an die Netze mit METALL-Stangen (getreu dem Motto “Birds first” – Beringer kommen ja eh jede Woche neue…), einer “Jahrhundert-Kontrolle” mit 20 Vögeln und einem Schwanzmeisen-Blaumeisen-Mix in 4 Netzen, täglichen wunderschönen Guten-Morgen-Anrufen inkl. frischen Brötchen, dem Buntspecht-Rekord (7 in einer Woche!) und ganz nahen Kontakten zur heimischen Tierwelt an den Netzen (Patsche, die Bisamratte und die fauchenden Schwäne an Netz 44).

Auch bekamen wir ganz viele, sehr nette Besuche über die Woche verteilt – mit leckeren Mitbringseln von Eis, Obst und dem berühmten Grill-Catering “all inklusive” aus Lüneburg (Danke, Astrid. Danke. Danke!) – nur einige tägliche abendliche Besucher unter den Bänken wollten sich dauernd einschleimen…

Nun noch unser Scoring der Woche (für die Wissenschaft): 267 Erstfänge, 71 Wiederfänge, 8 Kontrollen, 1 Trauerschnäpper, 4 Eisvögel, 7 Buntspechte, 1 Wasserralle, und unzählige Highlights für uns 3.

“Glipschi”, “Schöni” und “Bravi” sagen tschüss und auf ein nächstes Mal!
Anne, Julia & Jutta

Auf Regen folgt Wind, auf Wind folgt Regen…

Ein bisschen verspätet ein paar Infos aus der zweiten Programmwoche. Wie der Titel schon vermuten lässt, das Wetter hätte besser sein können! Leider eine sehr verregnete, kalte und stürmische Woche. Ein paar Sonnentage hatten wir allerdings auch und wurden für die Tage vor dem Ofen (!) entschädigt.
Die Fangzahlen waren für das schlechte Wetter in Ordnung und wir hatten doch einige schöne Fänge: Blaukehlchen, Nachtigall, Gelbspötter, Neuntöter, Beutelmeise, Eichelhäher und ein Kleinspecht!


Insgesamt rund 200 Beringungen und 33 verschiedene Arten. Dabei auch 7 Eisvögel, einmal sogar zwei in einer Kontrolle! Toll.

Wie immer eine wunderschöne Urlaubswoche mit tollem Besuch, guter Laune, leckerem Essen, Sägearbeiten, fast allen möglichen Jahreszeiten und natürlich spannenden Fängen!
Bis zum nächsten Jahr, Anne und Nils

Saisonstart 2017

Die Saison 2017 ist tatsächlich schon fast zwei Wochen alt und wir kommen endlich zu einem kurzen Zwischenfazit.

Netzaufbau und Saisonvorbereitungen haben wie immer gut geklappt. Der erste Fangtag, eigentlich immer mehr oder weniger der “beste” Tag der Saison, war der Tag des Wahnsinns-Unwetter. Nicht so schlimm wie in Berlin (immerhin), aber auch stundenlanger Starkregen. Um 12 Uhr mussten wir die Netze schließen und haben sie auch erst wieder im Dunkeln aufgemacht. Das hatte leider keinen Sinn.

Danach konnte die Saison aber ganz normal und fröhlich gestartet werden. Die Fangzahlen sind für Juli in Ordnung (30-50 Vögel am Tag). Hier die aktuellen Top-5 (Erst- und Kontrollfänge, Stand 9.7.):

5. Rohrammer: 25
4. Schilfrohrsänger: 30
3. Zilpzalp: 44
1. Teichrohrsänger: 56
1. Mönchsgrasmücke: 56

Besonders toll sind drei junge Beutelmeisen! Ein Teichrohrsänger, der 2008 (!) erstberingt wurde und natürlich die üblichen Verdächtigen: Blaukehlchen, Nachtigall, Wasserralle, Neuntöter, Eichelhäher…
Birgit, Mareile, Peter, Tobi und Kalle - Die Besetzung der ersten Woche!

Birgit, Mareile, Peter, Tobi und Kalle – Die Besetzung der ersten Woche!

Entzückend und "Aua" :)

Entzückend 🙂

"Autsch"

“Autsch”

Nicht mal in der Reit konnte man dem G20-Ausnahmezustand entfliehen!

Nicht mal in der Reit konnte man dem G20-Ausnahmezustand entfliehen! (Man erkennt es schlecht, aber auch hier kreisten Hubschrauber unterschiedlichster Art!)