Archiv des Autors: Beringer

Zwergschnepfe, Birkenzeisig und ein gewaltiger Sturm (30.9.-7.10.2017)

Schöne Überraschung in der Frühkontrolle – eine Zwergschnepfe (Foto P.Reufsteck)

 

Sonstige besonderen Fänge der Woche:

Junges Birkenzeisigmännchen (Foto P.Reufsteck)

 

Eisvogelweibchen, erkennbar an der roten Unterschnabelbasis (Foto P.Reufsteck)

 

Schwanzmeise (Foto P.Reufsteck)

 

Feldsperling (Foto P.Reufsteck)

 

Auch außerhalb der Netze gab es in den Regenpausen Schönes zu Beobachten:

Eichelhäher mit Eichel (Foto P. Reufsteck)

 

Junger Habicht im Überflug (Foto P.Reufsteck)

 

Startende Graugänse auf dem Reitteich (Foto P.Reufsteck)

 

Rohrdommel geht in Tarnstellung, als Nutria vorbeischwimmt (Foto P. Reufsteck)

 

Am 5. Oktober bereitet uns Sturmtief Xavier Sorgen. Fast erwischt uns ein umfallender Baum, als wir nach plötzlichen starken Böen die Netze schließen wollen:

(Foto P.Reufsteck)

 

3 Tollpatsche in der Reit

Kein Tag verging, ohne dass etwas auf den Boden fiel oder einer von uns neben die Stege trat. Ob Kaffee beim täglichen Frühstück mit Volker verschüttet oder Käse beim Abendessen auf den Boden geschmissen wurde, zu jeder Tageszeit entstanden lustige Situationen, die unseren Ruf als tollpatschigste Stationsbesetzung festigten. Denn unglücklicherweise waren wir so gut wie nie ohne Zeugen. Natürlich haben wir uns sehr über den zahlreichen Besuch gefreut, der uns die Woche hindurch begleitete. Der gesellschaftliche Höhepunkt fand Freitagabend mit dem alljährlichen Kässpätzle-Gelage statt, zu dem rund 15 Personen die Reit stürmten.

4,5kg Röstzwiebeln in the making

Neben den sehr netten menschlichen Gästen hatten wir auch wunderschönen ornithologischen Besuch. Am Montagabend zogen über 80 Wespenbussarde teilweise nur wenige Meter über unsere Köpfe und sorgten bei uns auf dem Turm für einen Gänsehautmoment.

Ins Netz gingen uns diese Woche natürlich auch einige erwähnenswerte Highlights: 3 Blaukehlchen, 2 Eisvögel gleichzeitig in einer Kontrolle, 1 Goldammer, 1 Kleinspecht, 1 Schafstelze, 2 Trauerschnäpper und 1 Wasserralle.

Doppeltes Eisvögelchen

Rätselvogel … 😉

Kleinspecht

Liebenswerter Trauerschnäpper

Empörter Buntspecht, kurz vor dem Angriff.

Wir hatten eine schöne Zeit in einem tollen Team!

Annika & Carola & Fee

 

P.S.: Unsere liebste Nachspeise: Apple Crumble

Zutaten:
180g Butter
180g brauner Zucker (alternativ weißer Zucker)
300g Mehl
Zimt
so viele Äpfel wie man gerne hätte
Mandelblättchen

Zubereitung:
Äpfel pflücken, waschen, entkernen und in kleine Stücke schneiden. Die restlichen Zutaten vermengen und daraus Streusel formen. Die Apfelstücke in eine backfeste Form geben und darüber die Streusel und danach die Mandelblättchen streuen. Nach einer knappen halben Stunde im Ofen bei ca. 180°C Umluft könnt ihr euren Nachtisch (am besten warm) mit Sahne verzehren.

Guten Appetit und viel Spaß beim Ausprobieren! 🙂

Tierisches Potpourri

Ein Blick abseits des Vogelnetzes

Ob Wind, Regen oder Sonnenschein ein Besuch der Reit lohnt sich immer. So gab es die letzten Tage einiges zu entdecken und zu bestaunen. Die Vielfalt an tierischen “Mitbewohnern” des NSG´s ist dabei immer wieder aufregend und zugleich sehr ansehnlich. Auch scheint mach ein Einheimischer wie von einem anderen Stern.

Zu viert haben wir eine klasse Woche mit unvergesslichen Eindrücken auf der Station erleben dürfen. Elke und Dirk, als Reit-Neulinge sind nun auch vom “Virus” befallen. Danny und Henni fühlten sich mal wieder ganz wie zu Hause. Uns allen drückt das Herz zum Abschied!

Wasserralle

Morgenstimmung

Kreuzspinne

Mama-Jagdspinne, Wohnhaft am Reitteich

Nachts auf der Terrasse

Kammmolch

Gartengrasmücke

Wer zappelt denn da?

Blaukehlchen-Duo

Admiral

Abendpfauenauge

Moschusbock

Wer frisst wen?

Mittlerer Weinschwärmer…

bzw. Mars-Attack!

Mäusebussard – Born to be wild!

Buntspecht

Wir

Feierabend

Werden wir jetzt berühmt?!

Eine schöne und spannende Woche auf der Reit liegt hinter uns. Für Iris, die zum ersten Mal auf der Station, aber schon ein alter Hase unter den Beringern ist, war es die zweite Woche in Folge. Marie war zum dritten Mal dabei und Corinna stieg ganz neu ein. Frei nach dem Motto „Klasse statt Masse“ ging es zwar gemütlich zu, aber immer wieder konnten neue Arten der Wochen-Artenliste hinzugefügt werden. Am Ende waren wir mit 29 Arten sehr zufrieden, oder laut Iris „Die beiden kann man ruhig mal schicken, die bringen immer was Spannendes mit!“. Zu den größten Highlights zählen gleich zwei junge Kuckucke, zwei Eisvögel, zwei Buntspechte, zwei Trauerschnäpper und zwei Blaukehlchen, eine Sumpfmeise, eine Goldammer und – kurz vor Abfahrt – noch ein Neuntöter.

Kuckuck

Sumpfmeise

Blaukehlchen

Neuntöter

Am Mittwoch besuchte uns zudem noch Mathias Ahlmer von TIDE TV. Für einen kurzen Beitrag im Format „Hamburg immer anders“ über die Forschungsstation verbrachte er 6 Stunden mit uns. Wir sind gespannt wie das Ergebnis aussehen wird!

Iris und Mathias von TIDE TV beim Interview

Vielen Dank an das Reit-Team für die netten Besuche und die schöne Woche!

Iris, Marie & Corinna

Die Fanganlage in den ersten morgendlichen Sonnenstrahlen

 

Wir sind ja unter uns!

War das meine Tasse? Brauchen wir Teller? Zähneputzen vor der 5-Uhr-Kontrolle? Mal wieder duschen??? Ach Quatsch: Wir sind ja unter uns! Unser Motto 2017 – sehr chillig…

Eine recht sonnige Woche mit vielen entspannten Stunden auf dem Turm, dem ein oder anderen Kaltgetränk “plopp” (dazu unser Motto “Bier ab 4″…), Autan in rauhen Mengen, Nacktschneckenangriffen, Grillen im Ameisenschwarm, todesmutige Fahrt im Gewittersturm an die Netze mit METALL-Stangen (getreu dem Motto “Birds first” – Beringer kommen ja eh jede Woche neue…), einer “Jahrhundert-Kontrolle” mit 20 Vögeln und einem Schwanzmeisen-Blaumeisen-Mix in 4 Netzen, täglichen wunderschönen Guten-Morgen-Anrufen inkl. frischen Brötchen, dem Buntspecht-Rekord (7 in einer Woche!) und ganz nahen Kontakten zur heimischen Tierwelt an den Netzen (Patsche, die Bisamratte und die fauchenden Schwäne an Netz 44).

Auch bekamen wir ganz viele, sehr nette Besuche über die Woche verteilt – mit leckeren Mitbringseln von Eis, Obst und dem berühmten Grill-Catering “all inklusive” aus Lüneburg (Danke, Astrid. Danke. Danke!) – nur einige tägliche abendliche Besucher unter den Bänken wollten sich dauernd einschleimen…

Nun noch unser Scoring der Woche (für die Wissenschaft): 267 Erstfänge, 71 Wiederfänge, 8 Kontrollen, 1 Trauerschnäpper, 4 Eisvögel, 7 Buntspechte, 1 Wasserralle, und unzählige Highlights für uns 3.

“Glipschi”, “Schöni” und “Bravi” sagen tschüss und auf ein nächstes Mal!
Anne, Julia & Jutta

Meisenalarm

Unsere Woche vom 8. -15. Oktober:
Wir hatten von allem etwas. Ein wenig Sonne, ein wenig mehr Regen und Wind, Besuch, viel Kuchen, ein Schwarzkelchen, eine Bekassine, eine Wasserralle, ein paar Eisvögel, einige Gimpel, ein Sommergoldhähnchen, einige Erlenzeisige und die typisch gemischte Vogelschar mit Zilpzalp, Rohrammern, Rotkelchen, Wintergoldhähnchen, Kohlmeisen und vor allem BLAUMEISEN. Am Mittwoch über 40, der größte Schwung in der vorletzten Kontrolle des Tages mit fast 30 bissigen, jungen Biestern!
Schön war’s :-)!!

Mareile & Peter

So lässt’s sich leben

Bevor der erste Sonnenstrahl unsere Hütte erreicht,

Sind wir längst wach, auch wenn nicht leicht,

Auf der Suche nach Vögeln in den Netzen,

Ohne einen Fuß neben den Steg zu setzen.

Das klappt mal und mal nicht so ganz,

Das Gleichgewicht ist mehr ein Tanz.

Und trotzdem lag der Wunsch uns nah,

Dass man ein, zwei, drei Vögel sah.

Das Gefühl des Zilpzalps in der HandIMG-20160828-WA0006_klein

War mir bisher ganz unbekannt.

Ein Wendehals am ersten Tag

Ist etwas, das wohl jeder mag.

Am selben Tag noch ein Buntspecht.

Als Start ist das wirklich nicht schlecht.

All die Rohrsänger und GrasmückenIMG-20160829-WA0010_klein

Können von Nahem sehr entzücken.

Gimpel, Fitis und Blaukehlchen,

Amseln, Ammern und Rotkehlchen,

IMG-20160902-WA0003

IMG-20160830-WA0041Rauchschwalbe, Enten und viel mehr,

Über alle freu ich mich so sehr.

Auch Meisen, die Finger zerpicken,

Natürlich auch das Netzeflicken.

Das Wetter war mal gut, mal nicht.

Der Eisvogel, sonst häufig Pflicht,

Wollte sich nicht blicken lassen

(Erst jetzt bekam ich ihn zu fassen).

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Ein Abenteuer, welches ich bestritt,

Mit einem tollen Team zu dritt.

Wir spielten, lachten, aßen Kuchen,

Waren am Eulen- und Kuckucksuchen.

 

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Ich habe so viel erlebt und gelernt,

Erinnerung, die sich nie entfernt.

Zum ersten Mal bin ich jetzt da

Und komme nun wieder jedes Jahr.

Nicht vergleichbar mit anderen Dingen,

Das ist die Liebe am Vogelberingen.

Denn die Vogelfaszination

Ist hier die größte Sensation!

Busman’s holiday

Eigentlich wollte ich schon vor zwei Wochen von meiner Zeit auf der Reit berichten aber ich  habe erst heute Zeit gefunden dies nachzuholen. Also ganz nach dem Motto: besser spät als nie hier mein Reitblog von der letzten Juliewoche.

Soweit ich mich erinnern kann, beringte ich im Sommer 1999 zum ersten Mal auf der Reit und seitdem versuche ich mindestens alle zwei Jahre wiederzukommen.

Am Anfang kam ich jedes Jahr und das für mehrere Wochen aber seit ich auf einer kleinen britischen Insel lebe ist das nicht mehr so einfach. Meine kleine Insel nennt sich Skomer, ist ca. sechs Quadratkilometer groß, liegt einen Kilometer von der walisischen Küste entfernt im Atlantik und ist ein international wichtiges Naturschutzgebiet.

Skomer_Island_Devon_map1Ich lebe mit mit tausenden Seevögeln wie Papageitaucher, Trottellummen und Tordalke und einer halbe Million Altantiksturmtaucher, die Nachts einen höllen Lärm machen, zusammen – da war die friedliche Reit mit Drosselrohrsänger,Gartenbaumläufer, Mönchsgrasmücke und Gesellen eine tolle Abwechslung. Klar war der Aufenthalt ein, wie die Briten sagen “busman’s holiday” (a holiday during which ones does something similar to what one does as work) aber ich möchte die Reit wirklich nicht missen.

Bild: P. Reufsteck

Tordalk

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Papageitaucher

Eissturmvogel

Eissturmvogel

So sieht es bei uns aus wenn wir beringen:

Wer ist hier mehr geschockt, die Krähenscharbe oder wir?

Wer ist hier mehr geschockt, die Krähenscharbe oder wir?

Es geht aber auch freundlicher:

Ich mit Atlantiksturmtaucher

Ich mit Atlantiksturmtaucher

Beim Sumpfohreulenberingen

Beim Sumpfohreulenberingen

Aber wie war denn nun die Reit Woche? Sie war toll: meine Mitberingerin Kathrin und ich kamen super miteinander aus, Volker beglückte us morgens mit frischen Brötchen, Sven und Britta schauten auch rein und ich bekam leckeren Honig von Bernhard (naja genaugenommen von seinen Bienen) und dazu gab es dann noch allerlei tolle Vögel.

Zwischen dem 24.7. und dem 29.7. hatten wir:

223 Erstfänge, 45 Wiederfänge und 9 Kontrollen und fingen 29 Arten

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Obligatorischer Eisvogel

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Gefährlicher Gimpel

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Ungelbe Schafstelze (juv.)

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Junges Blaukehlchen

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Ganz junges Blaukehlchen

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Schönes Goldammerweibchen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Viele Grüße von Skomer

Eure Birgitta

PS: Die schönen Vogelbilder von Skomer wurden alle von Pia Reufsteck gemacht, danke Dir Pia.

 

 

 

 

 

Blätterregen

Tschüss Reit!

Schön war es – wie immer! Nach einer Woche mit wirklich tollem Wetter und tollen Fängen und tollen Fangzahlen, macht es uns das Wetter heute nicht so schwer Abschied zu nehmen. Steter und kräftiger Wind fördert den Blätterabwurf und damit den Blätterfang. Erst um 10 Uhr ging heute der erste Vogel ins Netz. Die 4000 wird Wolfgang in der letzten Woche voll bekommen – wir wünschen ihm viel Spaß!

Bis nächstes Jahr! Viele Grüße, Heike, Anton, Luise und Stefan Bongers

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Rotkehlchen-Such-Bild

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Die Natur erorbert die Stege

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10 Uhr! Zuletzt waren die Netze um 17 Uhr des Vortages blätterfrei!

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große Frechheit

Grandioses Wetter und tolle Fänge

Moin zusammen

das herrliche Herbstwetter beschert uns ordentliche Fangzahlen (zwischen 30 und 50 am Tag). Für den Herbst typisch fangen wir viele Meisen, Rotkehlchen und Drosseln. Aber auch Art 77 (Hausrotschwanz), ein sehr spätes Schwarzkehlchen und Art 78 (Pfeifente) sorgen für Furore im Beringerraum. Gestern durfte noch ein adultes Sperbermännchen auf ein Kaffee vorbei schauen…

Alles sehr schön hier! Wie immer! Ohne Volker wären die Frühstücke trist und grau.

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Erlenzeisig-Pärchen

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Adulter Sperbermann

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Birkenzeisig

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Schwarzkehlchen mit deutlicher Verspätung

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Pfeifente juv

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Pfeifente

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Pfeifente

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Adulter Sperbermann mit Anne

Heike, Anton, Luise, Anne und Stefan