Archiv des Autors: Anne

Art Nr. 75 und Art Nr. 76!

Das Wetter spielt leider nicht mehr mit. Dauerregen, ekelig und nasskalt…wie sah noch mal die Sonne aus??

Gott sei Dank wärmt und trocknet uns der Ofen und ab und zu fangen wir auch noch ein paar schöne Vögel. Art Nummer 75 für diese Saison (nein, natürlich kein Gelbbrauenlaubsänger) kündigt den Herbst/Winter an:

rotdrossel

Rotdrossel

Art Nummer 76 hat uns doch ein kleines Rätsel beschert. Wer versteckt sich denn hier?

teichhuhnteichhuhn3

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Ein junges Teichhuhn!

In dieser Saison bereits gefangen, aber immer wieder ein Highlight:

bartmeise

Bartmeise

Jetzt müsste nur noch der Regen wieder aufhören…

Stefan, Lena und Anne

Herbstliches Wetter, Apfelkuchen und Rekordfänge!

Es ist kalt geworden in der Reit. Leider mussten wir uns morgens an gefrorene Fahrradsättel und Netze  brrrgewöhnen. Tagsüber werden wir aber mit reichlich Sonnenschein entschädigt, so dass wir auch den kalten Wind gut aushalten können.

Der Ofen läuft auf Hochtouren und wir sind in die Apfelmus und -kuchenproduktion eingestiegen – ihr könnt euch vorstellen, es lässt sich gerade so aushalten :).

Art Nummer 75 ist noch nicht im Netz gelandet, aber wir haben viel zu tun. Der ein oder andere Meisenschwarm hat uns bereits auf Trapp gehalten und für wunde Finger und Begeisterung gesorgt. Dazu ziehen momentan viele Heckenbraunellen und Zeisige durch die Reit.

Wie ihr schon unserem vorherigen Beitrag entnehmen konntet, dürfen wir ausnahmsweise mit einer Klangattrappe fangen. Sie spielt den Gesang vom Gelbbrauenlaubsänger, Zilpzalp und Wintergoldhähnchen ab, um herauszufinden, mit welchen Arten unser sibirischer Gast vergesellschaftet ist.  Deshalb haben wir in den letzten Tagen fast 70 Wintergoldhähnchen (ungefähr der Fang der letzten drei Jahre zusammen) und viele Zilpzalpe beringen können. So sieht die zusammengebastelte Klangattrappe aus:

klangattrappe

an Netz 41 der größte Erfolg…

wintergoldhähnchen

Sie sind einfach zu süß!

 

 

 

 

 

 

 

Außerdem hatten wir sogar noch ein Sommergoldhähnchen und mehrere Teichrohrsänger in den Netzen – hoffentlich packen sie die weite Reise noch!

sommergoldhähnchen

Sommergoldhähnchen – vielleicht noch hübscher als ein Wintergoldhähnchen?!

Stefan, Lena und Anne

Ein kurzer Zwischenstand kurz vor Ende der Saison

Da uns ein verregneter Tag vor den Ofen zwingt, hier ein paar Infos für Statistikfreunde:

Das Fangjahr 2015 ist von den Individuenzahlen leider nicht besonders erfolgreich. Momentan haben wir 3260 Erstfänge und 121 Kontrollfänge zu verzeichnen. Sicher kommt aber noch die ein oder andere Blaumeise in den nächsten Wochen hinzu.

Die Top-Arten sind nach wie vor:

1. Zilpzalp (530 Beringungen)

2. Teichrohrsänger (483 Beringungen)

3. Sumpfrohrsänger (313 Beringungen)

4. Mönchsgrasmücke (310 Beringungen)

Aber 2015 scheint ein sehr artenreiches Jahr zu sein. Stand jetzt wurden bereits 74 verschiedene Arten beringt und wir konnten diese zwei zur Liste hinzufügen:

kleiber

Kleiber

zwergschnepfe

Zwergschnepfe

In den letzten fünf Jahren wurden jeweils 64-65 Arten beringt! Wäre doch toll, wenn wir noch die 75 voll machen könnten!? Wir arbeiten intensiv daran…

Die Vogelwarte Helgoland hat einen Aufruf gestartet, da in diesem Herbst bereits viele Gelbbrauenlaubsänger in Deutschland gesichtet worden sind. Deshalb dürfen wir ausnahmsweise eine Klangattrappe verwenden, um diese Art evtl. hier bei uns im Binnenland nachzuweisen.

Wir halten euch auf dem Laufenden!

Stefan, Lena und Anne

 

Exklusiv-Story: Bollywood in der Reit

Zwei Stunden früher als angekündigt rollte eine NDR-Crew in der Reit ein und begleitete uns für einige Stunden (geplant 2-3, tatsächlich 7,5!). Neben dem normalen Stationsbetrieb haben wir allerlei erlebt: O-Töne, Statistenrollen, ect. “Fahrt doch noch einmal mit dem Fahrrad hier lang.”, “Können wir das nochmal machen?”, “Geht doch den Steg links entlang”, “Die Fahrradankunft brauchen wir auch noch”, “Macht doch mal einen Fake-Vogel und hängt ihn ans Fahrrad”, “Ihr kommt dann hier an und sagt dann [zu Christian] ‘hallo – du auch hier’ und berichtet von eurem Fang” – alles selbstverständlich “GANZ” natürlich!

Wie fährt man denn natürlich Fahrrad? Wo guckt man hin? Was macht man eigentlich immer mit seinen Armen? Wieso sagt man eigenentlich immer so blöde Sachen? “Wir haben hier mehrere Singvögel gefangen!” 🙂 Hilfe…

FilmdrehDer Beitrag wird vermutlich nur 3 Minuten lang sein und bei einer Wissenssendung auf Arte und dann später noch in der ARD gezeigt werden. Einen Ausstrahlungstermin gibt es noch nicht, wahrscheinlich erst nächstes Frühjahr. Wir werden unsere Autogrammkarten dann erst später drucken 🙂

Vielen Dank auch an Christian, der in seiner Rolle als unser “Chef” O-Töne gab, romantisch auf dem Steg in die Ferne guckte und sehr natürlich auf dem Turm Vögel beobachtet hat. Wir sind gespannt…

Kaum war die Crew und alle Besucher abgezogen, ploppten bei uns dreien die FlensKorken: Beruhigungsbierchen…! Und der Abend klang dann noch sehr nett und ruhig mit tollem Sonnenuntergang, etlichen “Singvögeln” in den Netzen 😉 und leckerer Pasta mit Volker gemütlich aus. Und viel Gelächter über das Erlebte und unsere ungeprobten “O-Ton-Versprecher”…

Schlechteres Wetter, aber schöne Fänge

Es ist kälter geworden in Hamburg, Regenschauer und Wind stören unsere Reit-Idylle. Ein paar schöne Fänge und viel netter Besuch halten uns aber bei guter Laune!

Tieffliegende Insekten (dank schlechtem Wetter) haben uns zwei wunderschöne Mehlschwalben beschert, Julia schleppte eine tolle Wasserralle an und heute morgen war endlich ein junger Grauschnäpper im Netz. Damit haben wir in dieser Saison bereits 47 verschiedene Arten gefangen! Einsamer Spitzenreiter ist der Zilpzalp (107 Erstfänge, 8 Kontrollfänge), gefolgt von der Mönchsgrasmücke (59 Erstfänge und 6 Kontrollfänge).

mehlschwalbe wasserralle

 

Neue Besetzung, neuer Kuckuck…

KuckuckKaum waren Julia und Jutta da, schwangen sie sich auf die Fahrräder und fuhren zur Kontrolle. Kommen zurück mit zwei “großen” Vögeln. Ratet mal: “Der eine beißt, der andere ist ganz toll!?” Siehe da, ein Eichelhäher und ein Kuckuck! Wie man sieht wurde dieser ausgiebig von allen Anwesenden bestaunt. Toll.

Was ist es schön in der Reit!

wirErdbeerkuchen (vielen Dank, liebe Beate!) in der Sonne, beste Gesellschaft und schöne Vögel.

Hier fühlen wir uns wohl! 🙂

Wir hoffen, euch macht der Blog genauso viel Spaß wie uns beiden und wir lesen diesen Sommer viele schöne Beiträge von euren Aufenthalten!

Carola und Anne

Rückblick auf die erste Programmwoche

Wir können auf eine sehr erfolgreiche, abwechslungsreiche und entspannte erste Programmwoche zurückblicken.

Wolfgang, Saskia und Anne haben bei herrlichem (tropischen) Sommerwetter fast 40 verschiedene Arten gefangen. Der übliche Fangzahlen-Rückgang hat natürlich nach dem ersten Tag eingesetzt, doch mit rund 50-60 Beringungen/Tag waren wir durchaus zufrieden (insbesondere bei diesen heißen Wetterverhältnissen und vielen halbstündigen Kontrollen). Insgesamt haben wir 360 Beringungen (Erstfänge und Kontrollen) und einige Highlights (Misteldrossel, Kleinspecht, Goldammer, Birkenzeisig, Bluthänfling, Nachtigall, Blaukehlchen, Sperber, Rohrschwirl…) zu verbuchen. Die Fangzahlen der Rohrsänger sind leider relativ gering und das Verhältnis von Teich-, Sumpf- und Schilfrohrsänger ist fast ausgeglichen. Besonders freuen konnten wir uns aber über drei Fremdfänge aus Belgien, Holland und “Trommelwirbel” Tschechien (adulter Sumpfrohrsänger).

sperberSperber, adultes Männchen

teichialtTeichrohrsänger: Erstberingung 2010 – mindestens 5 Jahre alt!