30 Grad und Jörch sagt Gewitter

Es wird immer heißer in Hamburg. Leider sorgt das auch für nur wenige Vögel im Netz. Einziger Lichtblick: Jeden Tag haben wir mindestens drei neue Arten dabei: Neuntöter (diesjährig), Schilfrohrsänger, Rohrammer, Heckenbraunelle und endlich auch mal Mönchsgrasmücken (wenn sie auch zu den häufigsten Arten hier gehören, sind sie dieses Jahr nur selten im Netz). Der kleinste König fehlt auch leider immer noch …

Die größte Mittagshitze lässt sich gerade so aushalten, besonders gut jedoch, wenn über hundert Wespenbussarde über die Reit ziehen, begleitet von vier Fischadlern. Da wird sogar der Turm erklommen und alle stehen mit Fernglas zum Zählen bereit. Aber auch mit spektakulär großen Insekten lässt sich die Zeit vetreiben. Mittlere Weinschwärmer Raupen fallen vom Turm und spätere Besatzungen werden wohl das Glück haben, dann auch die hübschen rosa Nachtfalter zu bestaunen. Auch Sumpfschrecken und einige Libellen lassen sich in den Netzen im Fanggarten bewundern.

Gottseidank gab es dann gegen Spätnachmittag auch die ersehnte von einem gewissen Jörg K. (Betreiber einer Wetter-App) Abkühlung mit spektakulären Blitzen und Donnergrollen, zumindest in der Ferne. Über der Reit ein kleines Regenloch. Das Heupferd konnte sich noch vor dem Regen unter das Stationsdach retten.

Das schlimmste Wetter ist wohl überstanden und wir hoffen, dass durch die etwas kühleren Temperaturen (25°C) in den nächsten Tagen mal etwas mehr in die Netze gehen wird, sodass auch die Neuberinger noch reichlich Erfahrungen sammeln können.

Zwinkernde Waldohreule 😉
Eisvogel Nr. 8 in dieser Woche (alle unberingt)!
Ziehende Wespenbussarde über der Reit (Netze leider zu niedrig)
Junger Neuntöter
Grünes Heupferd sucht bei uns Schutz vor dem Gewitter
Fette Raupe vom Mittleren Weinschwärmer

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