Archiv für den Monat: Oktober 2019

Herbststimmung

Herbststimmung

Nach dem großartigen 15. Oktober folgten drei gemischte Tage. Viel Regen (Pegel gestiegen von 91 cm auf 94 cm), Wind und aber auch schöne Herbststimmung wechselten sich ab.

Die Reit läuft (endlich) aus

Nachdem am Mittwoch die von Volker bestellte Regenhose eintraf, konnte das neue Wehr in Funktion gehen und der (viel zu hohe Wasserstand) abgebaut werden. Die Querstege von Netz 70 tauchten wieder auf!

Pilz auf Pilz

Der viele Regen sorgte dafür, dass selbst die Pilze von Pilzen überzogen wurden und der Reit-Ofen fast ununterbrochen feuerte. Damit konnte wenigstens in der Bude die Feuchtigkeit reduziert werden (auf gefühlt 5-10%).

Wintergoldhähnchen-Paar

Natürlich fingen wir weiterhin Rotkehlchen und Wintergolghähnchen.

Grünfink ad. M
Bekassine
Buchfink ad., M
Heike mit Bartmeisen

Sehr erfreut waren wir über weitere Bartmeisen, eine Bekassine, einen Grünfink und einen Buchfinken.

Heike mit Schwanzmeisenfamilie

Die obligatorische Schwanzmeisenfamilie beehrte uns ebenfalls.

Schwan auf Bombenkrater

Einige Tage wurde der Bombenkrater im Fanggarten 1 von einen juvenilen Schwan besetzt, der jeden Kontrollgang-Kontrolleur mit einem wütenden Fauchen begrüßte.

Wind sorgte für Blätter

Der Wind am Freitag sorgte für Blätter (Bild aufgenommen nach einer Stunde blätterfreiem Netz) und vielen Überschlägern…

Wir freuten uns über den Ofen

Apfelkompott, Apfelmuß, Apfelkuchen, Apfelstrudel, Kaiserschmarrn, Apfel pur, Apfel im Müsli, Apfel, Apfel, Apfel!

Hier noch ein Link zu einem Eisvogel-Video.

Rotkehlcheneinflug und Kranichzug

Kranichzug

Schon am Montag zeigte sich der Oktober mit 15°C und Sonne von seiner guten Seite, doch der Dienstag entpuppte sich als der goldene Oktober schlecht hin: Sonne, wenig Wind, 23°C – beste Voraussetzungen für einen guten Fangtag…

Die erste Kontrolle um 7:45 Uhr war dann auch gleich sehr vielversprechend: 25 Erstberingungen – davon (gefühlt) 25 Rotkehlchen. In Wahrheit waren es 19. Die Fangzahlen rissen auch erstmal nicht ab, so dass es flugs 13 Uhr wurde… das Ziel waren 80 Fänge und keine Nullrunde!

Suchbild: Fledermaus (vermutl. Großer Abendsegler) mitten am hellichten Tag

Ab 11 Uhr gab es Zielkonflikte: einerseits die Vögel aus den Netzen pulen und andererseits den Blick gen Himmel erheben um die Scharen an Kranichen, Bläßgänse, Ringeltauben, Mäusebussarde, Sperber und vieles mehr zu beobachten, wie sie teils lauthals Richtung Süden trompeteten.

3 Kraniche auf dem Weg nach Afrika

Um 12 Uhr dann das Highlight im Netz – ein junges Sperbermännchen. Aber auch sonst bot der Tag Abwechslung neben den Rotkehlchen: Wintergoldhähnchen, Schwanzmeisen, Bartmeise, dicke Teichrohrsänger, Rotdrosseln und drei Amseln wurden beringt.

Sperber juv. M

Am Ende des Tages waren sicher mehr als 5.000 Kraniche über die Reit gezogen, 20 Sperber konnte ich zwischendrin zählen und um die 1.000 Bläßgänse und 8.000 Ringeltauben.

Bartmeise M

Um 17:13 Uhr dann der Verlust des ersten Tagesziels – doch eine Nullrunde.

Wintergoldhähnchen M

Um 20:00 Uhr dann der Verlust des zweiten Tagesziels – doch “nur” 76 Fänge.

Wer hat mehr Respekt vor dem anderen? Stefan mit juv. Sperbermännchen

Trotzdem war es ein sehr gelungener Tag. Nebenbei war Zeit die Kinder zu kärchern (nackig im Oktober in der Reit hat man ja auch nicht jedes Jahr), Apfelkompott herzustellen und Apple-Crumble zu verzehren… mit Eis, versteht sich.

Heidelibelle

Von Eisvögeln und Eis im Netz

Das Wetter hielt in dieser Woche vom 05.-12. Oktober 2019 wirklich alles bereit: Nach regnerischem Auftakt am Samstag verriet uns das Knirschen der ersten Schritte auf den raureifverzierten Stegen am Sonntagmorgen den nächtlichen Kälteeinbruch. Trotzdem gab es einen kurzen Moment der Verblüffung, als die Tautropfen sich nicht wie gewohnt aus den Netzen schütteln ließen, sondern wie kleine Diamanten daran festgefroren waren.

Später kamen mit den wärmenden Sonnenstrahlen dann auch die Vögel: unter anderem zwei Eisvögel, zwei Bartmeisen und zwei gemischte Meisentrupps, und so konnten wir am Ende des Tages ganze 52 Fänglinge verbuchen.

Auch der Montagmorgen war wieder frostig – diesmal nicht als Tropfen, sondern als feine Reifschicht, welche die Schilfnetze fast weiß erscheinen ließ. Fangtechnisch punktete dieser Morgen dann auch eher durch Klasse statt Masse: ein flauschiges Bartmeisenmännchen erfreute uns ebenso wie ein adultes Eisvogelweibchen, das mit den Eiskristallen um die Wette glitzerte.

Der Rest der Woche brachte mildere Temperaturen bei wahlweise Regen, Wind und/oder Sonne sowie weitere schöne Fangmomente, wie z. B. zwei kämpferische Buntspechte, einen friedlichen Erlenzeisig oder farbenfrohe Rotdrosseln.

Insgesamt konnte wir nicht nur 167 Vögel aus 21 Arten beringen, sondern uns auch an Käfern, Libellen und vielfältigen Pilzen erfreuen.

Die Geräuschkulisse aus Gänseschwärmen und ziehenden Kranichtrupps sowie das Panorama spektakulärer Himmelsfärbungen überm Schilf bescherten uns immer wieder schöne Moment.

Unser Fazit zum Schluss: Auf der Reit ist es zu jeder Jahreszeit immer wieder schön! Herbstliche Grüße von Fee und Iris.