Archiv für den Monat: August 2019

Punktlandung eines Furchenschwimmers und immer noch kein Zaunkönig!

Der Freitagmorgen begann sehr vernebelt, lediglich die weißen Höckerschwäne waren zu sehen, im Gegensatz zu ihrem grauen Nachwuchs.
Nebel weg, – Vögel da! Pustekuchen! Trotz angenehmer Flugtemperaturen fingen wir erstaunlich wenig Vögel und nicht eine neue (Wochen-)Art.

Die Mittagspause verlief dann anders als erwartet, denn nervöse Blicke auf die Smartphones ließen kaum Entspannung zu. Geographisch unweite Meldungen von ziehenden Rotfußfalken führten zu hektischen Griffen zum Fernglas und zu permantenten Blicken gen Himmel bei Greifalarm.

Ein ziehender Baumfalke konnte sicher bestimmt werden, weitere verdächtige Falken zogen leider zu weit westlich der Reit durchum genaueres sagen zu können….

Die Wärme sorgte nicht nur bei uns für ständigen Durst. Ein kleiner Wasserkärfer (vermutlich ein Gemeiner Furchenschwimmer) schaffte es trotz Vordach per Punktlandung ins rettende Nass eines Wasserglases. Nur gut dass man immer erst schaut, was da so schwimmt, bevor man trinkt…

Nun denn, am Samtag sollte Ablösung sein und unsere Woche schon zu Ende gehen. Mit geringen Erwartungen für den letzten Morgen startete dann die Hälte der Besatzung zur ersten Runde. Doch für eine Überraschung ist immer Zeit. Es lag tatsächlich ein erhofter neuer Vogel im Netz: eine Bekassine!
Die Bilanz des Samstagvormittags:
1x Blaumeise
1x Teichrohrsänger
1x Sumpfrohrsänger
1x Eisvogel (der Klassiker diese Woche)
1x Bekassine
Tolles Finale! Besatzung mehr als zufrieden!

Beste Grüße und vielleicht auch bei einigen bis nächstes Jahr,
Flo, Sabrina, Simon und Henrieke

Punktlandung Gemeiner Furchenschwimmer (?) ins Wasserglas
Bekassine in ganzer Pracht
Bekassine im Portrait
Blaumeise (fast handzahm)


30 Grad und Jörch sagt Gewitter

Es wird immer heißer in Hamburg. Leider sorgt das auch für nur wenige Vögel im Netz. Einziger Lichtblick: Jeden Tag haben wir mindestens drei neue Arten dabei: Neuntöter (diesjährig), Schilfrohrsänger, Rohrammer, Heckenbraunelle und endlich auch mal Mönchsgrasmücken (wenn sie auch zu den häufigsten Arten hier gehören, sind sie dieses Jahr nur selten im Netz). Der kleinste König fehlt auch leider immer noch …

Die größte Mittagshitze lässt sich gerade so aushalten, besonders gut jedoch, wenn über hundert Wespenbussarde über die Reit ziehen, begleitet von vier Fischadlern. Da wird sogar der Turm erklommen und alle stehen mit Fernglas zum Zählen bereit. Aber auch mit spektakulär großen Insekten lässt sich die Zeit vetreiben. Mittlere Weinschwärmer Raupen fallen vom Turm und spätere Besatzungen werden wohl das Glück haben, dann auch die hübschen rosa Nachtfalter zu bestaunen. Auch Sumpfschrecken und einige Libellen lassen sich in den Netzen im Fanggarten bewundern.

Gottseidank gab es dann gegen Spätnachmittag auch die ersehnte von einem gewissen Jörg K. (Betreiber einer Wetter-App) Abkühlung mit spektakulären Blitzen und Donnergrollen, zumindest in der Ferne. Über der Reit ein kleines Regenloch. Das Heupferd konnte sich noch vor dem Regen unter das Stationsdach retten.

Das schlimmste Wetter ist wohl überstanden und wir hoffen, dass durch die etwas kühleren Temperaturen (25°C) in den nächsten Tagen mal etwas mehr in die Netze gehen wird, sodass auch die Neuberinger noch reichlich Erfahrungen sammeln können.

Zwinkernde Waldohreule 😉
Eisvogel Nr. 8 in dieser Woche (alle unberingt)!
Ziehende Wespenbussarde über der Reit (Netze leider zu niedrig)
Junger Neuntöter
Grünes Heupferd sucht bei uns Schutz vor dem Gewitter
Fette Raupe vom Mittleren Weinschwärmer

Tote Hose mit wenigen Lichtblicken

Nach vier Tagen ist die erste Hälfte unserer Reitwoche nun zu Ende. Bei durchgehend über 30 Grad und etwas Wind wollten noch nicht all zu viele Vögel von uns beringt werden. Immerhin sind die wenigen Vögel die wir fangen meist unterschiedliche Arten. Neben den üblichen Verdächtigen wie Teichrohrsänger, Zilpzalp und Rotkehlchen, wurden auch vier Eisvögel und als Highlight gestern morgen eine Waldohreule beringt. Mal sehen was noch so kommt.

Henrike, Simon, Sabrina & Flo