Archiv für den Monat: Juli 2015

Schlechteres Wetter, aber schöne Fänge

Es ist kälter geworden in Hamburg, Regenschauer und Wind stören unsere Reit-Idylle. Ein paar schöne Fänge und viel netter Besuch halten uns aber bei guter Laune!

Tieffliegende Insekten (dank schlechtem Wetter) haben uns zwei wunderschöne Mehlschwalben beschert, Julia schleppte eine tolle Wasserralle an und heute morgen war endlich ein junger Grauschnäpper im Netz. Damit haben wir in dieser Saison bereits 47 verschiedene Arten gefangen! Einsamer Spitzenreiter ist der Zilpzalp (107 Erstfänge, 8 Kontrollfänge), gefolgt von der Mönchsgrasmücke (59 Erstfänge und 6 Kontrollfänge).

mehlschwalbe wasserralle

 

Neue Besetzung, neuer Kuckuck…

KuckuckKaum waren Julia und Jutta da, schwangen sie sich auf die Fahrräder und fuhren zur Kontrolle. Kommen zurück mit zwei “großen” Vögeln. Ratet mal: “Der eine beißt, der andere ist ganz toll!?” Siehe da, ein Eichelhäher und ein Kuckuck! Wie man sieht wurde dieser ausgiebig von allen Anwesenden bestaunt. Toll.

Was ist es schön in der Reit!

wirErdbeerkuchen (vielen Dank, liebe Beate!) in der Sonne, beste Gesellschaft und schöne Vögel.

Hier fühlen wir uns wohl! 🙂

Wir hoffen, euch macht der Blog genauso viel Spaß wie uns beiden und wir lesen diesen Sommer viele schöne Beiträge von euren Aufenthalten!

Carola und Anne

Hauptdarsteller Mosaikjungfer

Aufgrund von ausbleibenden Vögeln gestern (der Wind war einfach zu stark – die Taschen der Netze standen die meiste Zeit offen im Wind), soll heute an dieser Stelle über einen anderen Fang berichtet werden, über den die Beringer meistens gar nicht glücklich sind: Eine Libelle.

Oft genug verfangen sich ja auch diese hübschen Tiere in unseren Netzen (auch bei Wind) und man muss versuchen, sie heile wieder herauszupuzzeln. Bei diesem Exemplar war ich besonders froh, dass mir das gelungen ist: Eine Grüne Mosaikjungfer!

Grüne Mosaikjungfer

Das Tier auf diesem Bild ist ein frisch geschlüpftes Weibchen.

Die Grüne Mosaikjungfer ist eine vom Aussterben bedrohte Großlibelle, deren Vorkommen an die Existenz von Krebsscheren gebunden ist. Die Krebsschere ist eine Wasserpflanze, die es glücklicherweise in der Reit einigermaßen häufig gibt!

 

Mein erstes Mal

Trotz etwas wild gewordenem Wetter und noch wilder gewordenen Mücken, hatte ich eine super schöne und entspannte Woche hier auch der Reit und komme gerne wieder. Als kompletter Neuling habe ich viele tolle Vögel kennengelernt und eine Menge gelernt.Marie Eisvogel

Meine Highlights: Eisvogel (wie man sieht), Specht und Kuckuck!

 

Vielen lieben Dank an Carola und Anne für die tolle Woche und natürlich auch an Volker für die frischen Brötchen und die nette Gesellschaft.

 

 

Noch mehr hübscher Besuch!

Nachdem vorgestern  ein Temperatursturz eingetreten ist und wir nun bei knapp 20° “frieren”, hier ein paar nette Bilder der letzten Tage:Neuntöter

Ein adultes Neuntöter-Weibchen – mit Brutfleck! Wir hoffen, dass ihre Zöglinge nach und nach ebenfalls noch ins Netz trudeln …

 

 

Stieglitz

 

 

 

 

Außerdem freuten wir uns über drei Stieglitze und einen Bluthänfling.

Bluthänfling

Ein etwas ungewöhnlicher Gast war diese teilalbinotische Blaumeise:

[Bemerkungen: Lädiert: Zu heiß gewaschen.]

Blaumeise

 

 

 

 

 

Das fangungünstige Wetter gestern (Windstärke 7-8) haben wir genutzt, um die Fangstege auszumähen. Heute soll uns der Wind allerdings ebenfalls einen Strich durch die Fangzahlrechnung machen …  Doch immerhin erfreuen wir uns an bester Gesellschaft und Sonnenschein! 🙂

Hübscher Besuch

Die zweite Programmwoche begann mit etwas kühleren Temperaturen (statt 37.7° am Samstag hielt der Sonntag “nur noch” 33.3° für uns bereit) und zwei sehr hübschen Gästen im Beringerraum:

Ein adultes männliches Blaukehlchen in einer der ersten Kontrollen und eine adulte männliche Bachstelze gegen Abend. Da beide eher seltene Fänge sind (seit 2000 nur acht Bachstelzen),  wurden sie von allen Anwesenden ausgiebig bewundert!

Blaukehlchen

Bachstelze

Auch heute genießen wir Kaiserwetter mit blauem Himmel, weißen Wölkchen und strahlender Sonne – nur der Wind bläst uns leider nicht allzu viele Vögel in die Netze.

Rückblick auf die erste Programmwoche

Wir können auf eine sehr erfolgreiche, abwechslungsreiche und entspannte erste Programmwoche zurückblicken.

Wolfgang, Saskia und Anne haben bei herrlichem (tropischen) Sommerwetter fast 40 verschiedene Arten gefangen. Der übliche Fangzahlen-Rückgang hat natürlich nach dem ersten Tag eingesetzt, doch mit rund 50-60 Beringungen/Tag waren wir durchaus zufrieden (insbesondere bei diesen heißen Wetterverhältnissen und vielen halbstündigen Kontrollen). Insgesamt haben wir 360 Beringungen (Erstfänge und Kontrollen) und einige Highlights (Misteldrossel, Kleinspecht, Goldammer, Birkenzeisig, Bluthänfling, Nachtigall, Blaukehlchen, Sperber, Rohrschwirl…) zu verbuchen. Die Fangzahlen der Rohrsänger sind leider relativ gering und das Verhältnis von Teich-, Sumpf- und Schilfrohrsänger ist fast ausgeglichen. Besonders freuen konnten wir uns aber über drei Fremdfänge aus Belgien, Holland und “Trommelwirbel” Tschechien (adulter Sumpfrohrsänger).

sperberSperber, adultes Männchen

teichialtTeichrohrsänger: Erstberingung 2010 – mindestens 5 Jahre alt!