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Werden wir jetzt berühmt?!

Eine schöne und spannende Woche auf der Reit liegt hinter uns. Für Iris, die zum ersten Mal auf der Station, aber schon ein alter Hase unter den Beringern ist, war es die zweite Woche in Folge. Marie war zum dritten Mal dabei und Corinna stieg ganz neu ein. Frei nach dem Motto „Klasse statt Masse“ ging es zwar gemütlich zu, aber immer wieder konnten neue Arten der Wochen-Artenliste hinzugefügt werden. Am Ende waren wir mit 29 Arten sehr zufrieden, oder laut Iris „Die beiden kann man ruhig mal schicken, die bringen immer was Spannendes mit!“. Zu den größten Highlights zählen gleich zwei junge Kuckucke, zwei Eisvögel, zwei Buntspechte, zwei Trauerschnäpper und zwei Blaukehlchen, eine Sumpfmeise, eine Goldammer und – kurz vor Abfahrt – noch ein Neuntöter.

Kuckuck

Sumpfmeise

Blaukehlchen

Neuntöter

Am Mittwoch besuchte uns zudem noch Mathias Ahlmer von TIDE TV. Für einen kurzen Beitrag im Format „Hamburg immer anders“ über die Forschungsstation verbrachte er 6 Stunden mit uns. Wir sind gespannt wie das Ergebnis aussehen wird!

Iris und Mathias von TIDE TV beim Interview

Vielen Dank an das Reit-Team für die netten Besuche und die schöne Woche!

Iris, Marie & Corinna

Die Fanganlage in den ersten morgendlichen Sonnenstrahlen

 

Grandioses Wetter und tolle Fänge

Moin zusammen

das herrliche Herbstwetter beschert uns ordentliche Fangzahlen (zwischen 30 und 50 am Tag). Für den Herbst typisch fangen wir viele Meisen, Rotkehlchen und Drosseln. Aber auch Art 77 (Hausrotschwanz), ein sehr spätes Schwarzkehlchen und Art 78 (Pfeifente) sorgen für Furore im Beringerraum. Gestern durfte noch ein adultes Sperbermännchen auf ein Kaffee vorbei schauen…

Alles sehr schön hier! Wie immer! Ohne Volker wären die Frühstücke trist und grau.

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Erlenzeisig-Pärchen

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Adulter Sperbermann

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Birkenzeisig

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Schwarzkehlchen mit deutlicher Verspätung

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Pfeifente juv

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Pfeifente

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Pfeifente

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Adulter Sperbermann mit Anne

Heike, Anton, Luise, Anne und Stefan

Art Nr. 75 und Art Nr. 76!

Das Wetter spielt leider nicht mehr mit. Dauerregen, ekelig und nasskalt…wie sah noch mal die Sonne aus??

Gott sei Dank wärmt und trocknet uns der Ofen und ab und zu fangen wir auch noch ein paar schöne Vögel. Art Nummer 75 für diese Saison (nein, natürlich kein Gelbbrauenlaubsänger) kündigt den Herbst/Winter an:

rotdrossel

Rotdrossel

Art Nummer 76 hat uns doch ein kleines Rätsel beschert. Wer versteckt sich denn hier?

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Ein junges Teichhuhn!

In dieser Saison bereits gefangen, aber immer wieder ein Highlight:

bartmeise

Bartmeise

Jetzt müsste nur noch der Regen wieder aufhören…

Stefan, Lena und Anne

Herbstliches Wetter, Apfelkuchen und Rekordfänge!

Es ist kalt geworden in der Reit. Leider mussten wir uns morgens an gefrorene Fahrradsättel und Netze  brrrgewöhnen. Tagsüber werden wir aber mit reichlich Sonnenschein entschädigt, so dass wir auch den kalten Wind gut aushalten können.

Der Ofen läuft auf Hochtouren und wir sind in die Apfelmus und -kuchenproduktion eingestiegen – ihr könnt euch vorstellen, es lässt sich gerade so aushalten :).

Art Nummer 75 ist noch nicht im Netz gelandet, aber wir haben viel zu tun. Der ein oder andere Meisenschwarm hat uns bereits auf Trapp gehalten und für wunde Finger und Begeisterung gesorgt. Dazu ziehen momentan viele Heckenbraunellen und Zeisige durch die Reit.

Wie ihr schon unserem vorherigen Beitrag entnehmen konntet, dürfen wir ausnahmsweise mit einer Klangattrappe fangen. Sie spielt den Gesang vom Gelbbrauenlaubsänger, Zilpzalp und Wintergoldhähnchen ab, um herauszufinden, mit welchen Arten unser sibirischer Gast vergesellschaftet ist.  Deshalb haben wir in den letzten Tagen fast 70 Wintergoldhähnchen (ungefähr der Fang der letzten drei Jahre zusammen) und viele Zilpzalpe beringen können. So sieht die zusammengebastelte Klangattrappe aus:

klangattrappe

an Netz 41 der größte Erfolg…

wintergoldhähnchen

Sie sind einfach zu süß!

 

 

 

 

 

 

 

Außerdem hatten wir sogar noch ein Sommergoldhähnchen und mehrere Teichrohrsänger in den Netzen – hoffentlich packen sie die weite Reise noch!

sommergoldhähnchen

Sommergoldhähnchen – vielleicht noch hübscher als ein Wintergoldhähnchen?!

Stefan, Lena und Anne

Ein kurzer Zwischenstand kurz vor Ende der Saison

Da uns ein verregneter Tag vor den Ofen zwingt, hier ein paar Infos für Statistikfreunde:

Das Fangjahr 2015 ist von den Individuenzahlen leider nicht besonders erfolgreich. Momentan haben wir 3260 Erstfänge und 121 Kontrollfänge zu verzeichnen. Sicher kommt aber noch die ein oder andere Blaumeise in den nächsten Wochen hinzu.

Die Top-Arten sind nach wie vor:

1. Zilpzalp (530 Beringungen)

2. Teichrohrsänger (483 Beringungen)

3. Sumpfrohrsänger (313 Beringungen)

4. Mönchsgrasmücke (310 Beringungen)

Aber 2015 scheint ein sehr artenreiches Jahr zu sein. Stand jetzt wurden bereits 74 verschiedene Arten beringt und wir konnten diese zwei zur Liste hinzufügen:

kleiber

Kleiber

zwergschnepfe

Zwergschnepfe

In den letzten fünf Jahren wurden jeweils 64-65 Arten beringt! Wäre doch toll, wenn wir noch die 75 voll machen könnten!? Wir arbeiten intensiv daran…

Die Vogelwarte Helgoland hat einen Aufruf gestartet, da in diesem Herbst bereits viele Gelbbrauenlaubsänger in Deutschland gesichtet worden sind. Deshalb dürfen wir ausnahmsweise eine Klangattrappe verwenden, um diese Art evtl. hier bei uns im Binnenland nachzuweisen.

Wir halten euch auf dem Laufenden!

Stefan, Lena und Anne

 

Viele Vögel? Wenig Vögel?

Was ist eigentlich eine gute Fangwoche?

Wir hatten in den letzten sieben Tagen 346 Vögel in den Netzen!

Wir haben uns gefragt: Ist das jetzt eigentlich viel oder wenig für eine Woche im Juli?

Um das zu klären, haben wir auf die Schnelle die mittleren Fangzahlen (Vögel im Netz) auf Basis der letzten fünf Jahre berechnet.


Mittlere Anzahl von Vögeln im Netz [pro 7 Tage]
Juli:  362
August:  262
September: 218
Oktober: 198

Vorsicht: Die Zahlen, die dieser Liste zugrunde liegen, sind nicht korrigiert und geprüft und daher nur mit Vorsicht zu interpretieren.


Mit 346 Vögeln war die letzte Woche also eine durchschnittliche Woche!

Aber zu guter Letzt gab es noch diesen schönen Fang:

UferschwalbeVMC2015Uferschwalbe

Und diesen Iltis, der gestern schon sehr fleißig Amphibien direkt an der Hütte jagte.

Iltis_VMC

Leider ist unser Aufenthalt nun schon wieder vorbei und wir übergeben die Station an das nächste Team.

Grit, Anna und Victor

Wind und seltenere Gäste…

Wir können den Wind nicht ändern, aber die Segel anders setzen.“
(Aristoteles)

Die Netzte stehen trotzdem unverändert, und es scheint uns, als wollte der gesamte Fangsteg mit ihnen davonsegeln… Was das Fangen nicht einfacher macht….

AstStegWind

Z. B. durch den erschwerten Zugang zur „vorderen“ Fanganlage…

Trotz Wind hatten wir aber noch einen Gast im Beringeraum, der zwar am Rand der Reit regelmäßig brütet, aber sehr selten in die Netze fliegt: Einen (diesjährigen) Girlitz.

Girlitz2015

Laut Statistik ist das erst der zweite in den letzten 15 Jahren! Evtl. kommen ja dieses Jahr noch ein paar mehr dazu. So oder so, wir haben uns darüber sehr gefreut!

Wenn Ihr wissen wollt, was sonst aktuell alles an Vögeln in und an den Netzten ist, schaut doch auch mal bei www.ornitho.de vorbei (Gebietspunkt NSG „Die Reit“). Wir tragen dort (un)regelmäßig ein paar unserer Zufallsbeobachtungen ein.

Grit, Anna und Victor

Schlechteres Wetter, aber schöne Fänge

Es ist kälter geworden in Hamburg, Regenschauer und Wind stören unsere Reit-Idylle. Ein paar schöne Fänge und viel netter Besuch halten uns aber bei guter Laune!

Tieffliegende Insekten (dank schlechtem Wetter) haben uns zwei wunderschöne Mehlschwalben beschert, Julia schleppte eine tolle Wasserralle an und heute morgen war endlich ein junger Grauschnäpper im Netz. Damit haben wir in dieser Saison bereits 47 verschiedene Arten gefangen! Einsamer Spitzenreiter ist der Zilpzalp (107 Erstfänge, 8 Kontrollfänge), gefolgt von der Mönchsgrasmücke (59 Erstfänge und 6 Kontrollfänge).

mehlschwalbe wasserralle