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Fetter Fang im Bruchwald

Reihernte – gefangen am 15.8.2018

Auf der Reit werden normalerweise eher kleine Vögel wie Rohrsänger und Laubsänger gefangen und beringt. Große Vögel wie Rallen und Eulen können sich oft selbst aus den engmaschigen Netzen befreien, wenn sie nicht gleich gegriffen werden.

Um so größer war die Überraschung, als am Mittwochabend gegen 20 Uhr eine weibliche Reiherente in der unteren Netztasche saß und gefangen werden konnte. Für die Reit war es erst die dritte Beringung in diesem Jahrtausend nach je einer Reiherente in 2001 und 2009. Auch im Jahr 1996 wurde hier nach der Datenbank am PC eine Reiherente gefangen.

Interessanterweise waren die letzten Reiherenten alle in demselben Netz, das über einen Wasserlauf gespannt ist („Eisvogelnetz“). Nicht so unsere – sie war in „Netz 80“ am Rande des Bruchwaldes. Was die Reiherente dort zu suchen hatte, bleibt ihr Geheimnis.

Beringt wurde sie mit einem großen Metallring, der viel größer war, als die Ringe, die wir sonst benutzen. Kein Wunder, denn die Reiherente wog mehr als 600 Gramm und hatte eine Flügellänge von fast 20 Zentimetern. Zum Vergleich: Der Zilpzalp, den wir direkt vorher beringt haben, wog nur 7 Gramm und hatte eine Flügellänge von rund 5 cm.

Niklas, Mio, Dagmar und Dominic

Ein Braunkehlchen und ein junger Specht

Heute, am 14. August 2018, hatten wir um 7:00 Uhr morgens gleich drei spannende Vögel im Netz: Graunschnäpper, Gelbspötter und Braunkehlchen.

Braunkehlchen haben in ihrem Bestand in Mitteleuropa leider stark abgenommen. Sie werden auf der Reit nur in geringer Zahl beringt, zuletzt im September 2016. Das hat aber auch etwas damit zu tun, dass Braunkehlchen selten weit im Schilf anzutreffen sind.

Nachmittags hat uns ein junger Buntspecht sehr gefreut.

Dagmar, Niklas, Mio und Dominic

Freudensprünge an Netz 77

Wir sind seit Samstag, den 11.8.2018, auf der Reit. Die besonders von den Kindern am  meisten ersehnte Art war der Eisvogel. Heute Nachmittag war es so weit: Ein diesjähriger Eisvogel wurde im Japannetz gefangen und zur weiteren Datenaufnahme (Vermessen, Wiegen, usw.) in die Station gebracht. Die Freude war bei uns allen groß. Der Eisvogel trug übrigens bereits einen Metallring der Vogelwarte Helgoland. Denn er war auf der Reit Anfang August von einem der letzten Teams beringt worden. Egal was uns noch ins Netz geht, der Eisvogel wird sicher ein Höhepunkt unseres Stationsaufenthaltes bleiben.

Viele Grüße, Dagmar, Niklas, Mio und Dominic

36 Grad und es wird noch heißer… Unsere Woche vom 21. – 28. Juli 2018

Für die Reit braucht man keine dicken Pullis, Regenjacke oder Gummistiefel? In dieser Woche zumindest nicht. Das Thermometer außen am Beringerraum kletterte auf über 38°C, im Raum selber war es gefühlt noch viel heißer. Ab Dienstag haben wir ab 11.00 Uhr bis etwa 18.00 Uhr halbstündig kontrolliert, in den kurzen Zeiten dazwischen konnten wir nur sitzen/liegen und SCHWITZEN!

Dem Wetter entsprechend haben wir auch gefangen: Wir hatten insgesamt etwa 230 Erstfänge (am meisten Teichrohrsänger, gefolgt von Sumpfrohrsänger und Zilpzalp), um die 40 Wiederfänge und 9 Kontrollen.

Unsere Highlights waren ein über fünfjähriger Teichrohrsänger, eine Waldohreule, ein Schlagschwirl und zwei Drosselrohrsänger.

Gefreut haben wir uns natürlich auch über Buntspecht, Blaukehlchen, Buchfink, Gartenbaumläufer und alle anderen. Zur Komplettierung hatten wir am letzten Tag auch noch einen Eisvogel im Netz.

Peter, Mareile & Rina mit den „Stationshunden“ Tobi & Kalle

(Fast) alle Vögel sind schon da…

Eine wunderschöne Woche mit vielen Fängen, ganz viel Spaß und lustigen Gesprächen nähert sich dem Ende. Nach einem super Fangtag am Sonntag mit 50 Fängen folgten zwei weitere gute Fangtage. Durch den starken Wind am Mittwoch wurden lediglich 18 Vögel gefangen.

Absolutes Highlight der Woche waren zwei Buntspechte und der lang ersehnte Eisvogel. Auch der tägliche Besuch von dem „Stations-Igel“ hat uns jeden Tag ein Lächeln ins Gesicht gezaubert 🙂

 

Beringungen: 207 Erstfänge, 33 Wiederfänge und fünf Kontrollfänge, davon einer mit belgischem Ring, aus insgesamt 30 Arten

Artenliste (* = nur Beobachtung):
Vögel:
Höckerschwan*, Graugans*, Kanadagans*, Stockente*, Schnatterente*, Reiherente*, Blessralle*, Wasserralle*, Graureiher*, Kormoran*, Eisvogel, Seeadler*, Mäusebussard*, Sperber (mit Beute)*, Rohrweihe*, Baumfalke*, Kuckuck (immerhin mehrere Federn im Netz)*, Buntspecht, Grünspecht*, Grünfink, Buchfink, Zilpzalp, Fitis, Mönchsgrasmücke, Gartengrasmücke, Klappergrasmücke, Dorngrasmücke, Gelbspötter, Teichrohrsänger, Sumpfrohrsänger, Schilfrohrsänger, Rohrschwirl, Feldschwirl, Zaunkönig, Heckenbraunelle, Misteldrossel*, Singdrossel, Amsel, Rotkehlchen, Blaukehlchen, Blaumeise, Kohlmeise, Schwanzmeise, Sumpfmeise, Gimpel*, Eichelhäher*, Rauchschwalbe*, Mehlschwalbe*, Rohrammer, Grauschnäpper, Gartenrotschwanz, Gartenbaumläufer

Und sonst so:
Federmotte, Grasglucke, Goldeule, Schwan, Igel, Rötelmaus, Spitzmaus, Grasfrosch, Erdkröte, Tigerschnegel, Gelbrandkäfer, Aaskäfer, Wegschnecke, Plattbauch, Azurjungfer

Auge in Auge mit dem Buntspecht

Sonnenuntergang

Höckerschwan

Schnecke

Misteldrossel

Stations-Igel

Grünfink, diesjährig

Gartenbaumläufer

Frosch

Blaukehlchen

Das Beste kommt zum Schluss

Für Ende Oktober haben wir noch super Fangzahlen. Bislang 75 Erstberingungen und 25 Wiederfänge. Spitzenreiter waren die Rotdrosseln mit 17 Erstberingungen, Rohrammern mit 16 Erstberingungen und Rotkehlchen mit 14 Erstberingungen.

Insgesamt sogar 19 Arten und das zum Ende der Fangsaison!!!

Absolutes Highligt der Woche: eine junge Kornweihe 🙂 Die wir aber nach dem Fotoshooting unberingt wieder fliegen lassen mussten, da keine passenden Ringe vorhanden waren.

Nicht erfüllter Wunsch sind die kleinen, süßen Goldhähnchen… Wir hoffen auf die letzten Kontrollen 😉

Wolfgang und Lara

Reit 08.10. bis 13.10.2017

In der vergangenen Woche haben wir (Marike, Detlef und ich) bei wechselhaftem, zum Teil windigem aber überwiegend trockenem Wetter von Sonntag morgen bis jetzt 139 Vögel mit einem Ring versehen, Highlights waren dabei 1 Zwergschnepfe, 2 Eisvögel, 10 Bartmeisen (in 5 Paaren) und 2 Birkenzeisige, außerdem 2 Norweger (Zilpzalp und Rohrammer). Bei starkem Drosselzug konnten wir außerdem 18 Singdrosseln und 9 Rotdrosseln beringen. Neben den Erstberingungen gab es besonders bei den Blau- und Schwanzmeisen eine erhebliche Anzahl an Wiederfängen.

Auch außerhalb der Beringung gab es etliches zu beobachten: an einigen Tagen starke Zugbewegungen, inbesondere Finken (Buch- und Bergfinken, Erlen- und Birkenzeisige, Stieglitze), Drosseln (s.o.), Wiesenpieper, Bachstelzen und einige späte Schwalben, darüber hinaus Kibitze und Ringeltauben. Sehr schön war am Sonntag der Kranichzug (geschätzt mindestens 500). An Greifvögeln konnten beobachtet werden: Rohrweihe, Kornweihe, Mäusebussard, Habicht und Sperber. Ach ja und auch noch eine verspätete (Küsten?) seeschwalbe.

Wolfgang

PS Heute Nachmittag war es auch noch richtig toll. Wir hatten einen  Gartenbaumläufer und dann sogar noch einen Sperber (Weibchen)!!

 

 

Zwergschnepfe, Birkenzeisig und ein gewaltiger Sturm (30.9.-7.10.2017)

Schöne Überraschung in der Frühkontrolle – eine Zwergschnepfe (Foto P.Reufsteck)

 

Sonstige besonderen Fänge der Woche:

Junges Birkenzeisigmännchen (Foto P.Reufsteck)

 

Eisvogelweibchen, erkennbar an der roten Unterschnabelbasis (Foto P.Reufsteck)

 

Schwanzmeise (Foto P.Reufsteck)

 

Feldsperling (Foto P.Reufsteck)

 

Auch außerhalb der Netze gab es in den Regenpausen Schönes zu Beobachten:

Eichelhäher mit Eichel (Foto P. Reufsteck)

 

Junger Habicht im Überflug (Foto P.Reufsteck)

 

Startende Graugänse auf dem Reitteich (Foto P.Reufsteck)

 

Rohrdommel geht in Tarnstellung, als Nutria vorbeischwimmt (Foto P. Reufsteck)

 

Am 5. Oktober bereitet uns Sturmtief Xavier Sorgen. Fast erwischt uns ein umfallender Baum, als wir nach plötzlichen starken Böen die Netze schließen wollen:

(Foto P.Reufsteck)

 

3 Tollpatsche in der Reit

Kein Tag verging, ohne dass etwas auf den Boden fiel oder einer von uns neben die Stege trat. Ob Kaffee beim täglichen Frühstück mit Volker verschüttet oder Käse beim Abendessen auf den Boden geschmissen wurde, zu jeder Tageszeit entstanden lustige Situationen, die unseren Ruf als tollpatschigste Stationsbesetzung festigten. Denn unglücklicherweise waren wir so gut wie nie ohne Zeugen. Natürlich haben wir uns sehr über den zahlreichen Besuch gefreut, der uns die Woche hindurch begleitete. Der gesellschaftliche Höhepunkt fand Freitagabend mit dem alljährlichen Kässpätzle-Gelage statt, zu dem rund 15 Personen die Reit stürmten.

4,5kg Röstzwiebeln in the making

Neben den sehr netten menschlichen Gästen hatten wir auch wunderschönen ornithologischen Besuch. Am Montagabend zogen über 80 Wespenbussarde teilweise nur wenige Meter über unsere Köpfe und sorgten bei uns auf dem Turm für einen Gänsehautmoment.

Ins Netz gingen uns diese Woche natürlich auch einige erwähnenswerte Highlights: 3 Blaukehlchen, 2 Eisvögel gleichzeitig in einer Kontrolle, 1 Goldammer, 1 Kleinspecht, 1 Schafstelze, 2 Trauerschnäpper und 1 Wasserralle.

Doppeltes Eisvögelchen

Rätselvogel … 😉

Kleinspecht

Liebenswerter Trauerschnäpper

Empörter Buntspecht, kurz vor dem Angriff.

Wir hatten eine schöne Zeit in einem tollen Team!

Annika & Carola & Fee

 

P.S.: Unsere liebste Nachspeise: Apple Crumble

Zutaten:
180g Butter
180g brauner Zucker (alternativ weißer Zucker)
300g Mehl
Zimt
so viele Äpfel wie man gerne hätte
Mandelblättchen

Zubereitung:
Äpfel pflücken, waschen, entkernen und in kleine Stücke schneiden. Die restlichen Zutaten vermengen und daraus Streusel formen. Die Apfelstücke in eine backfeste Form geben und darüber die Streusel und danach die Mandelblättchen streuen. Nach einer knappen halben Stunde im Ofen bei ca. 180°C Umluft könnt ihr euren Nachtisch (am besten warm) mit Sahne verzehren.

Guten Appetit und viel Spaß beim Ausprobieren! 🙂

Tierisches Potpourri

Ein Blick abseits des Vogelnetzes

Ob Wind, Regen oder Sonnenschein ein Besuch der Reit lohnt sich immer. So gab es die letzten Tage einiges zu entdecken und zu bestaunen. Die Vielfalt an tierischen „Mitbewohnern“ des NSG´s ist dabei immer wieder aufregend und zugleich sehr ansehnlich. Auch scheint mach ein Einheimischer wie von einem anderen Stern.

Zu viert haben wir eine klasse Woche mit unvergesslichen Eindrücken auf der Station erleben dürfen. Elke und Dirk, als Reit-Neulinge sind nun auch vom „Virus“ befallen. Danny und Henni fühlten sich mal wieder ganz wie zu Hause. Uns allen drückt das Herz zum Abschied!

Wasserralle

Morgenstimmung

Kreuzspinne

Mama-Jagdspinne, Wohnhaft am Reitteich

Nachts auf der Terrasse

Kammmolch

Gartengrasmücke

Wer zappelt denn da?

Blaukehlchen-Duo

Admiral

Abendpfauenauge

Moschusbock

Wer frisst wen?

Mittlerer Weinschwärmer…

bzw. Mars-Attack!

Mäusebussard – Born to be wild!

Buntspecht

Wir

Feierabend